Peter Straub: Geisterstunde (Roman)

Die beste Bettlektüre zum Eingruseln … äh, Einschlafen. Bzw. Nicht-Einschlafen. Der Autor lässt sich zwar Zeit, seine Geschichte zu entfalten, aber es lohnt sich, dran zu bleiben.
Es geht um eine Altherrengesellschaft, vier in die Jahre gekommene Männer. Sie sind immer noch befreundet und sehen sich mit einem Geheimnis konfrontiert, das sie nach vielen Jahren wieder einholt. Dabei geraten nicht die Herren selbst in Gefahr, sondern jeder von ihnen wird von seiner und der gemeinsamen Vergangenheit eingeholt.
Das Buch ist in vier Teile gegliedert, jeweils in Perspektive eines der vier Männer. Die Geschichte spielt im tiefsten Winter. Die Atmosphäre aus Frost, Schnee und Geistern trägt durch den gesamten Roman und lässt einen sogar unter der kuscheligen Bettdecke frösteln. Der unterschwellige, übersinnliche Grusel braucht eine Weile, aber wenn er erst mal da ist …

Fazit: Die Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen. Es gab so einige Abende, an denen ich im Bett lag und mehrmals an der Buchseite vorbei ins Halbdunkel meines Zimmers geschaut habe, nur um sicherzugehen, dass dort auch kein Schatten war, der da nicht hingehörte. Ganz eindeutig eines der wenigen Bücher, die wirklich gruseln und nicht schocken, und zwar ohne enttäuschendes Ende.

Fazit: ein super Buch für alle mit Durchhaltevermögen. Dafür wird man mit unheimlicher und schaurig schöner Winteratmosphäre belohnt. Tipp: In der kalten Jahreszeit lesen.

4 Screamies

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